Mögen die Tage doch schneller vergehen. Zeit totschlagend ziehen sich die Minuten wie Kaugummi, was soll man nur anfangen mit den wenigen Stunden des Tages die man zu seinem eigenen Zwecke nutzen kann? Zeit totschlagen, dass ist wohl das Bestmögliche, sich hinzusetzen und aus einem Akt der Verzweiflung alles aufzuschreiben was einen bewegt.
Metronomisch vergeht ein Tag nach dem Anderen und ehe man sich versieht ist man ein Teil dieses monotonen Puzzles geworden, und geht als eines von abertausenden Teilen in der Welt unter. So definiert sich die individuelle Freiheit doch nicht gerade darüber in jedem Moment seines Lebens das zu tun wonach einem der Sinn steht? Sich nicht nur innerhalb eines festen Handlungsspielraums zu bewegen sondern die Grenze jeden Tag aufs Neue für sich abzustecken und zu sprengen? Sich einfach nur hinzusetzen und den ganzen Tag über nichts Anderes zu tun als literweise Ingwertee in sich hineinzuschütten und Bücher zu lesen?
Nun wartet man nur auf diesen einen Moment, und hat noch diese schier nie enden wollende, unüberbrückbare, unendlich erscheinende Zeitspanne vor sich, bis der Zeitpunkt gekommen ist an dem sich die Flüsse treffen und man gemeinsam als ein großer Strom entspannt Richtung Delta fließen kann, um auszuloten wie es sich anfühlt und was man empfindet.
Empfindung.

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