Über Jahre sich selbst vernachlässigend, seinen Geist verkümmern lassend und nur auf den einen Rausch aus seiend. Nicht schätzen könnend was man doch für ein unbeschreibliches Glück hat, die Zeichen nicht erkennend und unbedacht nur an sich selbst denkende Antworten zu geben. Seinen eigenen Vorteil suchend ohne ein bestimmtes Ziel verfolgen zu können. Orientierungslos sein Leben verstreichen zu lassen um sich am Ende fragen zu müssen wessen man sich selbst eigentlich nicht anzuklagen hat. Wie sich spiegelnde Reflexionen auf unbewegten Wassern quälen mich diese Gedanken. Doch gibt es eine Schuld in dem Sinne oder handelt es sich nicht vielmehr um eine Verkettung von Ereignissen, einen unaufhaltbaren Kreislauf der sich spiralförmig, immer schneller sich drehend, in den Abgrund bewegt. Die rettende Hand wurde mir doch lange genug hingehalten, nur hätte ich sie auch ergreifen müssen, anstatt Sie nicht wahrnehmend mit lachender Miene und doch versteinerter innerer Unzufriedenheit und erkaltetem Herzen immer tiefer zu fallen?
Nun sitze ich hier am Schreibtisch und beginne über die Dingen nachzudenken und alles aus mir herauszuschreiben was mein Herz so lange verschlossen hielt. Obgleich man doch etwas verloren hat so scheint sich die Last doch vergrößert zu haben und mich arg zu Boden zu drücken. Die vergangene Zeit kann man nicht zurückdrehen, doch wie schön es doch sein könnte nochmals von vorne zu beginnen. Nochmal Kind sein und unbeschwert in den Tag hineinleben, sich um nichts sorgen zu müssen und sich der Liebe seiner Familie sicher zu sein. Unbedarft den Tag damit zuzubringen aus allen Dingen ein Spiel zu machen und die Welt für sich zu entdecken. Selbstständig seine ersten Erfahrungen machend durchs Leben zu gehen und die Natur lieben zu lernen. Wäre es nicht wunderbar nochmal Kind zu sein?
Fragen und Antworten. Ich frage, ich antworte.
Ja und Nein.

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